Schön sieht der morgendliche weiße Frost auf den Wiesenhalmen aus und auch der Schnee hat sich in diesem Winter bereits von seiner zauberhaften Seite gezeigt. Ein wunderbares Wetter für ausgiebige Spaziergänge.

 

Aber was gilt es bei der Kälte für unsere Hunde zu beachten?

 

  1. Aufwärmen

Sportler wärmen sich bei kalten Temperaturen intensiv auf, bevor sie von ihrem Körper Höchstleistungen erwarten. Auch die Muskulatur unserer Hunde sollte zu Anfang eines Trainings erwärmt werden. Ein „Kaltstart“ kann zu langwierigen Verletzungen im Bewegungsapparat führen. „Fußlaufen, Seit- und Rückwärtsgehen, Tempowechsel, Slalom durch die Beine, Drehungen um die eigene Achse, Verbeugungen/Diener“…. die Übungen sind grenzenlos vielfältig und erwärmen nicht nur die Muskulatur, sondern erhöhen auch die Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit. Sind die Muskeln einmal erwärmt, so achtet darauf, die Hunde in Bewegung zu halten und maximal fünf Minuten an einer Stelle verharren zu lassen. Gerne zeigen wir Euch im Training den Aufbau und die Kombination diverser Übungen.

 

  1. Pfotenpflege

Die Pfotenballen haben in der Regel kleine feine Risse. Kommen in diese Risse Split oder Streusalz, kann es zu schmerzhaften Entzündungen kommen. Die Pfoten könnt ihr mit Vaseline oder Pfotenbalsam im Vorhinein einschmieren und nach dem Spaziergang mit Wasser vorsichtig abspülen.

Bei Schneespaziergängen können sich Schneeklumpen zwischen den Zehen festsetzen. Wenn euer Hund während des Spaziergangs anfängt zu lahmen, überprüft die Pfoten und entfernt Schnee und Eis. Haben die Hunde zu viel Fell zwischen den Zehen, empfiehlt es sich, dieses zu kürzen. Wie das geht, kann man sich von einem Tierarzt oder Hundefriseur zeigen lassen.

 

3.   Abstand zu gefrorenen Oberflächen

Nicht selten rennen Hunde zu ihren Lieblingspfützen oder Seen, wo sie im Sommer gerne drin planschen und sich abkühlen. Bei den kalten Temperaturen sind die Wasseroberflächen allerdings vereist und bergen ein hohes Verletzungsrisiko. Hunde können sich beim Betreten solcher Oberflächen Schnittverletzungen an den Pfoten zuziehen oder sogar ins Eis einbrechen. Daher empfiehlt es sich, seinen Hund an solchen Stellen anzuleinen.

 

4.  Hundemantel ja oder nein?

Welpen, ältere Hunde und erwachsene Hunde mit wenig Fell sollten bei längerem Aufenthalt im Freien durch Mäntel/Pullover gewärmt werden. Stellt man fest, dass der eigene Hund friert, sollte er auf jeden Fall gut eingepackt werden, damit er nicht krank wird. Ein gesunder, erwachsener Hund mit ausreichender Unterwolle benötigt dies in den meisten Fällen nicht.

 

  1. Unterkühlung

Hunde sollten bei kalten Temperaturen nicht in einem parkenden Auto zurückgelassen werden. Bei einer möglichen Unterkühlung kann zu einer lebensbedrohlichen Störung des Herz-Kreislauf-Systems kommen.  Bei Verdacht auf eine Unterkühlung sollte unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

  1. Schneefressen

Fressen Hunde Schnee, kann es bei empfindlichen Hunden leicht zu Magenverstimmungen kommen. Dazu gehören Bauchkrämpfe oder eine Schneegastritis mit blutigem Durchfall und Erbrechen. Schneebälle werfen macht zwar Spaß, sollten aber vermieden werden, wenn der Hund diese nur zu gerne schnappt und frisst.

 

  1. Trockene Heizungsluft

Zu viel Heizungsluft ist nicht gut für die Schleimhäute der Hunde. Achtet im Haus auf ausreichendes Lüften der Räume und eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit. Wäsche zum Trocknen in den Wohnraum hängen, Wasserschüsseln auf die Fensterbank stellen und kleine Wasserbrunnen erhöhen die Luftfeuchtigkeit.

 

 

Wir freuen uns auf die kalten Trainingsstunden mit euch.